Johann Adolf Hasse

Johann Adolf Hasse wurde 1699 in der Nähe von Hamburg geboren und entstammt einer Organistenfamilie. Er war ein sehr erfolgreicher Komponist in der Zeit des 18. Jahrhunderts, wobei er nach seinem Tod leider etwas in Vergessenheit geriet. Sein Erfolg basierte hauptsächlich auf seinen zahlreichen Opern in italienischer Manier. Nach einem Gesangsstudium in Hamburg reiste er nach Italien, da ihm Norddeutschland zu wenig berufliche Perspektiven bot. In Neapel studierte er Komposition und wurde in Italien zu einem der beliebtesten Opernkomponisten – man nannte ihn dort Il divino Sassone – den göttlichen Sachsen. Nach nur einem Gastspiel ernannte ihn August der Starke zum Königlich Polnischen und Kurfürstlich Sächsischen Kapellmeister. Aber erst 1733 unter der Regentschaft des Sohnes August III. trat er seinen Dienst in Dresden an. Seine Amtszeit dauerte 30 Jahre. Von hier aus unternahm er mit seiner Frau Faustina, einer Sängerin, immer wieder längere Reisen ins Ausland.

Infolge des Siebenjährigen Krieges verließ Hasse mit seiner Frau Dresden für immer. Er verlor seine Anstellung als Hofkapellmeister, da das Land durch den Krieg finanziell hohe Verluste erlitten hatte und er nicht mehr bezahlt werden konnte. Der Weg führte das Ehepaar Hasse zunächst nach Wien und später nach Venedig. Die Stadt Venedig wurde ihr letzter Wohnort. Eine seiner Opern, die in Dresden großen Erfolg hatte, hieß Solimano. Sie wurde 1753 im Dresdner Zwinger unter Beteiligung von Hunderten von Darstellern uraufgeführt. Thema dieser Oper ist eine Geschichte des osmanischen Sultans Süleyman, genannt der Prächtige, der im 15. Jahrhundert regierte.