Zwinger Dresden

Der Name Zwinger verweist auf die ursprüngliche Position der Anlage zwischen innerer und äußerer Burgmauer. Ab 1709 plante August der Starke, diesen Ort als Orangerie, Garten und Festplatz mit Festsälen zu umbauen. Große höfische Feste waren nicht nur zum Zeitvertreib und Vergnügen gedacht, sondern vor allem zur Demonstration von Macht und Stärke. Dafür brauchte es dem Zweck entsprechende Räume. Den Auftrag dazu erhielt der Baumeister Daniel Pöppelmann, dem zusammen mit dem Bildhauer Balthasar Permoser eine einzigartige Verbindung zwischen Plastik und Architektur gelang. Wichtige Anregungen für seine Baukunst erhielt Pöppelmann durch Abbildungen von internationaler Architektur und Studienreisen, die ihn nach Böhmen, Österreich, Italien und Frankreich führten. Mit dem Rückgang der Mode von opulenter Festkultur wandelte sich auch die Nutzung des Zwingers – vom Vergnügungsort zum Palais der Wissenschaften. Die Pavillons wurden ab diesem Zeitpunkt museal genutzt, was bis heute so geblieben ist.