Radmantel

Zum Weihnachtsfest des Jahres 1611 erhielt der sächsische Kurfürst Johann Georg I. diesen Mantel. Dazu gehören ein Hut, eine Hose und ein Wams in spanisch-italienischer Mode gefertigt. Die aufwendig gestickte Bordüre des Mantels zeigt eine Reliefstickerei. Zu sehen ist die sächsische Elblandschaft mit den beiden Städten Dresden und Meißen. Wenn sich der Kurfürst den Mantel umlegte, dann glich er einem Turm im weiten Raum und somit dem höchsten und mächtigsten Punkt. Mit diesem Anspruch konnte er auf sein Herrschaftsgebiet schauen und sich als Zentrum seiner Territorien präsentieren.