Canaletto, Elbufer Dresden

August III. berief den venezianischen Maler Bernardo Bellotto als Hofmaler nach Dresden. Er war einer von vielen ausländischen Malern am Dresdner Hof. Bellotto war auf das Anfertigen von Veduten (topografisch getreue Stadtansichten) spezialisiert – eine Malerei, die in Venedig ihre Wurzeln hatte. August III. und sein Vater August der Starke liebten Italien, aber besonders Venedig. Diese märchenhafte Stadt war Vorbild bei der neuen architektonischen Gestaltung der Residenzstadt Dresden. Ähnlich dem Canale Grande in Venedig sollte eine möglichst reiche Uferbebauung an der Elbe entstehen. Auch beim Bau der Frauenkirche standen berühmte Kuppelbauten, so die Santa Maria della Salute in Venedig Vorbild. Bellotto gab Dresden in 17 Motiven wieder.

Möglicherweise waren die Bilder für einen Ehrensaal im Dresdner Residenzschloss bestimmt und sollten damit den herrschaftlichen Machtanspruch unterstützen. Für diese bis heute berühmte Stadtansicht von Dresden wählte der Maler einen Standpunkt am rechten Elbufer und hinterließ damit einen eindrucksvollen Blick auf das Stadtpanorama. Dominant beherrschen die beiden wichtigsten Kirchenbauten des 18. Jahrhunderts in Dresden das Bild: rechts die sich noch im Bau befindende katholische Hofkirche und links die ebenfalls neu errichtete protestantische Frauenkirche.