Katharinenaltar

Aus Anlass der Wittenberger Universitätsgründung 1502 bekam der Hofmaler Lucas Cranach (d. Ä.) von seinem wettinischen Dienstherren den Auftrag, ein Altarbild zu malen, das die Heilige Katharina zum Thema haben sollte. Sie gilt als Schutzpatronin der Gelehrten. Der Legende nach soll Katharina in Alexandrien 50 heidnische Gelehrte zum christlichen Glauben bekehrt haben. Dafür wurde sie zum Tode verurteilt. Sie sollte gerädert werden, entkam diesem Martyrium jedoch, wurde aber später enthauptet. Die auf der Mitteltafel dargestellte Geschichte wird auf den Seitentafeln begleitet von sechs weiblichen Heiligenfiguren.

Lucas Cranach verlagerte diese Geschichte aus dem 4. Jahrhundert in seine eigene Zeit und seinen eigenen geografischen Raum. Die abgebildeten Personen tragen Kleidung, die die Mode der Renaissance erkennen lässt. Bei manchen Personen glaubte man sogar, etwas Ähnlichkeit mit Personen des zeitgenössischen Adels zu finden. Im Hintergrund der linken Tafel ist die Veste Coburg zu erkennen, die damals noch zum Regierungsbereich Kursachsens gehörte.