Arabischer Himmelsglobus

Himmelsgloben existieren im Gegensatz zu Erdgloben schon seit der Antike. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches gerieten viele wissenschaftliche Erkenntnisse der antiken Welt im christlichen Europa in Vergessenheit. Durch Wissenschaftler des islamischen Kulturkreises wurden sie jedoch bewahrt und erweitert. Der Himmelsglobus besteht aus zwei metallenen Halbkugeln, auf denen fast 1.000 Fixsterne abgebildet sind, die zu 48 Sternbildern zusammengefasst wurden. Vorbild für die Herstellung waren aber nicht nur die Sternenkataloge des Ptolemäus und antike Himmelsgloben, sondern auch die Aufzeichnungen des persischen Astronomen Al Sufi  (903–983) aus Isfahan. Die islamischen Himmelsgloben sind Beispiele für den Wissenstransfer zwischen Orient und Okzident. Vor allem in der Zeit der Renaissance konnte das Wissen durch diese Vermittlung im westlichen Europa neu erblühen.