Yenidze

Der bekannteste Unternehmer der Dresdner Zigarettenindustrie, Hugo Zietz, gab 1907 den Bau einer Fabrik in Auftrag. Sie sollte im Stil einer Moschee entstehen. Diese Idee kam Zietz bei seinen Orientreisen. Der Architekt Martin Hammitzsch ließ sich allerdings nicht von türkischen Kuppelmoscheen inspirieren, sondern orientierte sich an der islamischen Architektur Ägyptens. Viele Details sind von Moscheebauten aus Kairo abgeleitet. Mit diesem Bau konnte der Fabrikant erfolgreich für seine Orientzigaretten werben, die unter dem Produktnamen Salem verkauft wurden. Der Begriff Salem leitet sich dabei vom Gruß as-salamu alaykum ab. Der Konsument sollte damit auf die orientalischen Tabake aufmerksam gemacht werden. Dasselbe wollte Zietz auch mit dem Namen der Fabrik erreichen – Yenidze leitet sich von der nordgriechischen Stadt Giannitsa ab, die zu der Zeit noch zum Osmanischen Reich gehörte. Zietz hatte mit seiner Idee großen Erfolg, die Zigarettenmarke wurde weithin bekannt.