Schwarzafrikanerin  mit Spiegel, sogenannte Schwarze Venus

In der Zeit der Renaissance werden die antiken Geschichten, die im Mittelalter verdrängt und nicht mehr erzählt wurden, wieder neu beschrieben. Ein beliebtes Motiv ist die Venus – die römische Göttin der Liebe und der Schönheit. Der Künstler verbindet hier die Venus, die als ihr Symbol den Spiegel in der Hand hält, mit der Darstellung einer Afrikanerin. Bis heute gibt es keine schlüssige Interpretation, warum es in der Zeit der Renaissance zu dieser Verschmelzung zwischen antiker Geschichte und dieser fremdländischen schönen Frau kam. Dass es sich dabei nicht um eine einzelne Darstellung dieses Motivs handelt, davon zeugen die verschiedenen Versionen von anderen Künstlern.