Kurfürst Moritz von Sachsen

Moritz wurde 1541 Herzog des albertinischen Sachsens.  Er folgte seinem Vater, Heinrich dem Frommen, in dessen Regierungszeit für die albertinischen Gebiete 1536 die Reformation eingeführt wurde. Im Konflikt zwischen den protestantischen Fürsten und dem katholischen Kaiser stellte sich Moritz auf die kaiserliche Seite und kämpfte damit gegen seine eigenen Glaubensgenossen. Nach der Entscheidungsschlacht bei Mühlberg, an der Moritz teilgenommen hatte, bekam er vom Kaiser die Kurwürde übertragen. Cranach zeigt Moritz 25 Jahre nach dessen Tod als glorreichen Helden, in einem prächtig verzierten Kürass, über dem er die rote Feldbinde der kaiserlichen Gefolgsleute trägt. Er will mit dieser Porträtdarstellung den Eindruck eines willensstarken und siegreichen jungen Kurfürsten vermitteln.