Wagenwegmesser

Dieser Wagenwegmesser ist ein Beispiel für die große Anzahl an Vermessungsinstrumenten des 16. Jahrhunderts in Dresden. Die Instrumente demonstrieren das große Interesse des Kurfürsten August an der Landesvermessung. Der Wegmesser konnte auf dem Kutschwagen befestigt werden. Während des Fahrens wurden die Radumdrehungen gezählt und auf einem Ziffernblatt angezeigt. Auf dem kleinen Kartiertisch konnten schon während der Fahrt Routenrollen angefertigt werden. Auf diesen Rollen wurden in verkleinertem Maßstab Wegstrecken eingetragen. Die Landvermessungen dienten der Aufzeichnung von Verwaltungsgrenzen und von Grenzen der kurfürstlichen Besitztümer und Jagdgebiete. Die auf Karten visualisierten Räume demonstrierten wiederum den herrschaftlichen Besitzanspruch dieser Gebiete.