Sonnengold

1914, im selben Jahr wie Max Slevogt, reiste auch der Maler Paul Klee nach Ägypten. War Klee bis dahin eher dem Zeichnerischen zugewandt, entdeckte er hier seine Liebe zur Farbe. Aber im Gegensatz zu Slevogt, der mit seiner Malerei im Gegenständlichen blieb, fand Klee bei dieser Reise zur Abstraktion. Formen, Flächen, Farbe und Licht haben ab dieser Reise eine große Rolle in seinem Werk gespielt, was auch in dem Gemälde Sonnengold zu erkennen ist. Es entstand einige Jahre später als Nachklang der Reise. Es ist ein Nebeneinander von Drei- und Vierecken ohne Raum gleich einem gewebten Teppich – dennoch erkennbar eine dörfliche Architektur im hellen Sonnenlicht.