Sandsturm in der libyschen Wüste

Das 14. Bild von Slevogts Ägyptenreise entstand am 12. März 1914 nach einer beschwerlichen Anreise auf Kamelen an der Klosterruine Simeon in der Zeit von 14 bis 17 Uhr. Dank der Aufzeichnungen seines Reisebegleiters Eduard Fuchs sind diese genauen Angaben überliefert. Slevogt hielt auf der Leinwand eine weite, helle und scheinbar unendliche Wüstenlandschaft fest. Der Himmel zeigt ein dickes Wolkenfeld, das ein drohendes Naturereignis ankündigt. Noch während des Malens kam Wind auf, der sich zum Sandsturm entwickelte. Alle Anwesenden legten während des Sturms Hand an und hielten die Leinwand fest. Slevogt konnte währenddessen mit seiner Arbeit fortfahren. Nach seiner Rückkehr verkaufte der Maler die Serie von 20 Bildern an die Dresdner Galerie. Leider wurde später sein Wunsch, dass diese Serie als Ganzes bestehen bleibt, nicht erfüllt. Der damalige Galeriedirektor Hans Posse tauschte 1924 drei Bilder gegen ein anderes Werk ein.