Gefäß aus einer Seychellennuss

Die nach Europa importierten exotischen Naturalien wurden von westeuropäischen Künstlern unter anderem zu prunkvollen Trinkgefäßen verarbeitet. Bei dieser Kanne bildet eine Seychellennuss den Bauch. Die sagenumwobenen Nüsse mit dem Beinamen Coco de mer wurden von Seefahrern mit nach Europa gebracht. Der Beiname entstand, da man damals glaubte, es gäbe in den Tiefen des Meeres einen Baum, an dem diese riesigen Nüsse wüchsen. Ihnen wurden wundersame und heilende Kräfte zugeschrieben. Auch deshalb begehrte man sie in Europa mehr als Kokosnüsse. Sie waren beliebte Sammelobjekte und wurden oft zu Kunstwerken verarbeitet. Erst im 18. Jahrhundert wurde die Heimat der Palmen, die diese Früchte tragen, in Europa bekannt.