Dresdner Damaskuszimmer

Das Dresdner Damaskuszimmer ist ein ca. 200 Jahre alter, vollständig erhaltener Empfangsraum eines Damaszener Wohnhauses. Es besteht aus einer Wand- und Deckenvertäfelung, die aufwendig mit Ornamenten und Schrift bemalt und mit farbigen Metallen belegt sind. Karl Ernst Osthaus, der Gründer des Folkwang Museums, erwarb dieses Zimmer während seiner Orientreisen und wollte es in seinem Privatmuseum präsentieren. Aus Platzgründen kam es nie zur Aufstellung, sondern es blieb in Einzelteilen verpackt auf dem Dachboden stehen. 1930 schenkten Osthaus’ Erben das Zimmer dem Dresdner Völkerkundemuseum. Aber auch in Dresden blieb es jahrzehntelang verpackt im Depot. Erst ab 1997 wurden erste Schritte zur Konservierung und Restaurierung eingeleitet, um am Ende in Dresden ein Stück dieses syrischen Kulturerbes präsentieren zu können und eine Brücke zwischen Orient und Okzident zu schlagen.