Plünderung eines calvinistischen Hauses (Weinhausisches Haus) während der Unruhen  am 19. und 20. Mai 1593

Nach der Verhaftung und Hinrichtung von Nikolaus Krell gewann die strenge lutheranische Orthodoxie erneut die Oberhand. Die alte Ordnung wurde wiederhergestellt. Viele Calvinisten verließen daraufhin das Land, was mit einem Verlust von zahlreichen gelehrten Kräften einherging. Dieser erneute religiöse Umbruch führte zu Spannungen in der Bevölkerung. In Leipzig kam es 1593 zum sogenannten Calvinisten-Sturm. Eine wütende Menschenmenge plünderte Häuser von reichen calvinistischen Bürgern. Die Überfälle galten vorwiegend ausländischen Kaufleuten, die sich in der Stadt niedergelassen hatten. So wurde auch das Haus des Kaufmannes Weinhaus auf dem Markt gestürmt und ausgeraubt.