Dreieckige Erhebungen in Rotbraun, Blau und Ocker vor Gelb, Hermann Glöckner

Der Bildhauer und Maler Hermann Glöckner beschäftigte sich schon während seiner Lehre als Musterzeichner mit Geometrie und Projektion. Ab 1930 war der Konstruktivismus markant für seine künstlerischen Arbeiten, die die Nationalsozialisten als entartet verachteten und daher ein Ausstellungs- und Verkaufsverbot verhängten. Auch in der DDR blieb ihm zunächst die Anerkennung versagt. Seine Arbeiten wurden als zu formalistisch, zu abstrakt kritisiert. Erst ab Ende der 1960er-Jahre wurde seine Kunst in der DDR gewürdigt. Zu seinem 80. Geburtstag 1969 stellte das Kupferstich-Kabinett Zeichnungen und Gemälde aus. Hermann Glöckner war ein Künstler, der unbeirrt seinen künstlerischen Stil verfolgte, auch wenn er dafür Repressalien oder Nichtbeachtung in Kauf nehmen musste.