Die Synagoge in Dresden, Bernhard Kretzschmer

1834 erhielten die Dresdner Juden das Recht, Synagogen zu bauen. Bereits 1840 wurde in Dresden eine Synagoge eingeweiht. Die Pläne dazu schuf Gottfried Semper. Bernhard Kretzschmars Gemälde zeigt Mitglieder der jüdischen Gemeinde, die gerade den Synagogenhof verlassen. Menschen in Mänteln mit Zylindern oder in traditioneller Kleidung stehen in Gruppen auf dem Vorplatz. Im Hintergrund, durch eine Mauer abgetrennt, befindet sich das im orientalischen Stil gebaute jüdische Gotteshaus. Kretzschmar begann das Bild noch vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten zu malen, soll aber 1934 immer noch daran gearbeitet haben. In dieser Zeit kam es schon zu drastischen Verfolgungen jüdischer Einwohner. Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Synagoge in Dresden, wie viele andere jüdische Einrichtungen in Deutschland, zerstört.