Der Krieg, Otto Dix

Im Jahr 1914 wurde Otto Dix kurz nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum Kriegsdienst einberufen. In Schützengräben und Unterständen hielt er die Erlebnisse des Krieges zeichnerisch fest. Zehn Jahre nach dem Ende des Krieges begann Dix die Arbeit am Triptychon Der Krieg – eine realistische und erschreckende Auseinandersetzung mit den eigenen Kriegserlebnissen. Er wählte dafür das Format eines christlichen Altarbildes. Auf der Mitteltafel zeigt er die Ergebnisse des Krieges, die vollkommene Zerstörung von Mensch und Stadt, alles liegt in Trümmern und Fetzen. Gerahmt wird diese Szene links von einem Zug gesichtsloser, in den Krieg ziehender Soldaten und rechts von Verwundeten, die sich vom Feld schleppen. Die Krise des Vorabends des Ersten Weltkrieges hat sich zum absoluten Fiasko entwickelt. 1932 beendet Otto Dix dieses Gemälde. Kurze Zeit später kamen die Nationalsozialisten an die Macht. Das Werk überlebte diese Zeit versteckt und in Kisten verpackt außerhalb von Dresden.