Brustbild des Zaren  Peter I. von Russland

Peter der Große unternahm mehrere Reisen durch das westliche Europa, um verschiedene Seiten des modernen Lebens kennenzulernen und sie in seinem Land einzuführen. Dabei führte ihn sein Weg auch fünfmal nach Dresden. Bei seinem letzten Aufenthalt in Dresden im Jahr 1712 äußerte er den Wunsch, im Haus des Hofgoldschmieds Johann Melchior Dinglinger zu wohnen. Dessen Bruder, Georg Friedrich Dinglinger, fertigte in dieser Zeit eine Porträtskizze von Peter I. an. Anhand dieser Skizze stellte er später das ovale Emailbild her. Sieben Tage blieb der Zar im Jahr 1712 in der von ihm geliebten Stadt, die ihm immer wieder Unterhaltung und neuen Wissenszuwachs bot. Bestaunte er doch schon bei seinem ersten Aufenthalt 1698 die kurfürstliche Kunstkammer, wo ihm Handwerkszeuge, mathematische Instrumente und Schatzkunststücke gezeigt wurden. Nach der Rückkehr in die Heimat begann der Zar mit dem Ausbau einer eigenen Kunstkammer.