Apis-Altar

Der Apis-Altar zeigt die Auseinandersetzung des Dresdner Hofgoldschmieds Johann Melchior Dinglinger mit altägyptischen Mythen und Geschichten. Die Neugier auf die ägyptische Kunst und Kultur war mit dem Beginn des 18. Jahrhunderts gewachsen. Das Wissen über das afrikanische Land entnahm man unter anderem einem Buch mit Kupferstichen des französischen Paters Montfaucon. Dieses war auch eine Quelle für den Dresdner Hofgoldschmied Dinglinger. Das bildliche Grundthema des Altars ist das mythologische Götterpaar Isis und Osiris. Dinglinger reicherte es mit vielen weiteren Figuren und Symbolen der ägyptischen Mythologie an. An der linken Seite befindet sich eine lateinische Inschrift, mit der Dinglinger seine Gestaltungsidee wohl noch bestärken wollte: »Stolze Monumente, die das alte Ägypten bestaunte, leben, von neuem Licht erhellt, in diesem Werke fort.« Neben dem künstlerischen Weg der Annäherung an Ägypten wollte man sich auch wissenschaftlich damit auseinandersetzen. So schickte August der Starke 1731 eine Expeditionsgruppe in das damals für Deutsche noch unbekannte Land.