Modellprojekt Komplementäre Vermittlungsformen und Aktivitäten für Jugendliche von 16 bis 19 Jahren zur Analyse von Selbst- und Fremdbildern durch kulturelle Bildung

Ich, Wir, die Anderen

Mit dem Modellprojekt setzen die SKD und das Center for Intercultural Dialog der Berlin International University of Applied Sciences ihre Expertise und Potenziale in den Bereichen der Kunst- und Kulturvermittlung, Outreach-Programmen und sozialen Medien im Rahmen eines Kooperationsprojektes für die Förderung der kulturellen Bildung von Jugendlichen gemeinsam ein.

Mithilfe von vielfältigen Vermittlungsformaten und -methoden platzieren die beiden Institutionen die kulturelle Bildung der Zielgruppe an unterschiedlichen Orten – insbesondere an Schulen und Jugendzentren. Im Mittelpunkt steht hierbei die Erweiterung des kulturellen Wissens und (inter)kulturellen Verständnisses der Jugendlichen durch die Analyse von Selbst- und Fremdbildern/-darstellungen in der europäischen Kunst.

August der Starke

August der Starke

Medaille August der Starke

Ist sie nicht prächtig geraten? Diese Medaille von mir habe ich 1699 anfertigen lassen und ich muss sagen, ich gefalle mir richtig gut. Auch die Krone sitzt perfekt! (Hat er gut gemacht, dieser Nürnberger Martin Heinrich Omeis…) Die Medaille könnt ihr übrigens in unserer Ausstellung #FünfJahrhunderteMünzkabinett echt und in Farbe sehen.

#ichhabdiehaareschön

Ida Hahn-Hahn

Ida Hahn-Hahn

@August: Herrlich August, gut siehst du aus.

Karl May

Karl May

@August: Ich weiß nicht, zu viel Gold für meinen Geschmack …

Gret Palucca

Gret Palucca

Ausstellung Wassily Kandinsky, Zukunftsräume

Ich würde gerne so tanzen, wie Piet Mondrian malt! Und Wassily Kandinsky wiederum zeichnet, wie ich tanze: Er bringt die Elemente wie Sprünge, Bogen, Dreiecke als Bausteine auf Papier, und schafft es so, den Tanz in seiner Absolutheit zu zeigen. Fantastisch! Diese Gegenüberstellung seht ihr gerade in unserer Schau „Zukunftsräume“

#visionaryspaces #tanzenmachtglücklich

Kurzfilme zum Projekt

Blender

August sitzt in seinem Spiegelsaal und kommt einer seiner Lieblingsbeschäftigungen nach, indem er sich ein weiteres Paar Sneaker im Ottoman Stil in einem Online Shop bestellt. Kurz darauf kommt seine heiß ersehnte Lieferung an und August kann sich einen Freudenschrei nicht verkneifen. Bevor er seine neue Sneaker Errungenschaft zu den anderen 1000 Paaren stellt, macht er noch schnell ein Selfie damit, was sich kurze Zeit danach auf Faceburg wiederfindet. Augusts Post wird mit Likes überschüttet, was den gierigen Herrscher zunächst mit Freude erfüllt. Immer noch mit Euphorie geladen, verspürt er das innige Bedürfnis seinen neuen Besitz nun auch im wahren Leben mit jemandem zu teilen.

Er wird allerdings brutal auf den Boden der Tatsachen geholt als er realisiert, dass er ganz alleine in seinem riesigen Spiegelsaal sitzt. Wir sehen ihn erst in Form seines faceburg-Bildes auf dem Smartphone-Screen, grinsend, dann die Reflexion seines gegenwärtigen Gesichtes im Screen, welches in kurzer Zeit von Freude in Traurigkeit umschwenkt: Der sonst so lebensfrohe August kommt ins Grübeln… Er wirkt ganz klein und verloren in seinem riesigen Spiegelsaal. Reichtum, den man in der Realität nicht gemeinsam mit anderen Menschen teilen & genießen kann, macht nicht glücklich.

S***storm

August befindet sich in seinem mit Sneakern gefüllten Spiegelsaal. Sein Smartphone klingelt und eine Mitteilung seiner Banking App erscheint, die verrät, dass er die Staatskasse nun bis aufs Äußerste geplündert hat. Kaum hat August die Nachricht gelesen, klopft es an der Tür und ein kleiner Mann, der Gerichtsvollzieher, mit Schriftrolle betritt den Saal. Er gibt sich unverzüglich als Gerichtsvollzieher zu erkennen. Ihm folgen weitere Männer und während August wettert beginnen sie ein Sneaker-Paar nach dem anderen zu konfiszieren, bis letztendlich alles leer geräumt ist.

Als ob das nicht genug wäre, stellt der überforderte Herrscher bei einem flüchtigen Blick auf Faceburg fest, dass mehrere seine Fans anscheinend bereits Wind von der schrecklichen Nachricht bekommen haben und einen Shitstorm aufgrund der Ereignisse angezettelt haben, der immer mehr Zuspruch zu finden scheint.

Vor der Tür nimmt die Schar der fordernden Schuldner kein Ende. August kann nicht glauben was ihm da gerade passiert. Er wirft aus Verzweiflung die Arme über dem Kopf zusammen als plötzlich ein Stein durch seine Fensterscheibe geflogen kommt und von weiteren Steinen gefolgt wird.

Wieder sehen wir August klein und verloren und alleine im Pretiosensaal, diesmal komplett leergeräumt, sogar sein verwöhnter Hund verlässt ihn. Auch die Spinne packt ihren Rucksack und geht.

Influencer

August sitzt erneut in seinem Spiegelsaal, der kaum wieder zu erkennen ist, da anstelle unzähliger Sneaker nun eine Art Werkstatt/ Labor im Zentrum des Raumes steht. Mitten zwischen den Maschinen und Stoffen kommt der Fürst schwitzend zum Vorschein, der ganz vertieft am arbeiten ist.

Schließlich legt er seine Arbeit nieder und ein extravaganter glitzernder Sneaker blitzt hervor. Stolz fotografiert er den Schuh und stellt ihn in seinem Online-Shop zum Verkauf ein. Es dauert nicht lange bis ein „SOLD OUT“ Button aufblinkt und August ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert.

Der ehemals gierige und egoistische Herrscher hat endlich eine ausgewogene Einstellung zu Besitz und Selbstdarstellung gefunden. Mit seiner Sneaker- Leidenschaft und seinem Designtalent tut er nun Gutes für sein Volk und verdient angemessen. Sein Talent verbreitet sich rasend schnell auf Faceburg und nun kann endlich auch Augusts Volk von seinem Geschmack als Influencer profitieren. Der Fürst lädt sein Volk jetzt regelmäßig in sein Schloss ein, um mit ihnen jeden neuen Release zu feiern. Wir sehen das Volk in den vorher konfiszierten Sneakern seiner Sammlung gemeinsam mit ihm tanzen.